DV-Dialog, Ausgabe 6/2005 Willkommen in der eServer-Welt
Interview mit Friedrich Benzing, Geschäftsführer der PARITY SOFTWARE GMBH
Warenwirtschaft, Produktion, Rechnungswesen, E-Commerce, Business Intelligence oder demnächst auch CRM: Mehr als 1.100 vornehmlich mittelständische Unternehmen aus Handel und Industrie nutzen die modular konfigurierbare Funktionalität von PARITYERP. Strikte Trennung von Applikation und technologischem Unterbau erlaubt dabei den Wechsel zwischen Linux und Microsoft Windows, und selbst deren Mix ist möglich. Und nun überraschte das Software-Haus PARITY aus Schwieberdingen zum 25-jährigen Jubiläum mit der uneingeschränkten Lauffähigkeit der Geschäftssoftware auf den IBM-Servern i5/iSeries und den pSeries. Die Gründe erläutert Geschäftsführer Friedrich Benzing im Interview mit DV-Dialog.
Warum geht ein Softwarehaus, das fest verwurzelt ist mit Systemwelten wie Unix, später Linux und mittlerweile auch Windows, jetzt i5-Wege?
Mit der Plattformunabhängigkeit - seit eh und je Leitlinie unserer Entwicklung und aus unserer Unix-Historie heraus ist die Unterstüzung der Power5-Technologie mit Linux eine konsequente Fortführung der Strategie. Die Entscheidung ist getragen von den Vorteilen der iSeries-Architektur, die es erlaubt, mehrere Betriebssysteme auf einer Plattform abzubilden - ein großer Vorteil für die Anwender bei der Konsolidierung des um sich greifenden Server-Wildwuchses.
Heißt das im Ergebnis, Sie wollen der IBM neue Kunden zuführen?
Sicherlich lassen sich mit dem Logical Partitioning einstige Server-Farmen gegen nur eine IBM-Plattform tauschen. Das birgt Sparpotenziale in Anschaffung, Administration und Aufrechterhaltung der Strukturen. Damit eröffnen wir auch unseren Bestandskunden Alternativen, auf die wir immer öfter angesprochen worden sind. Natürlich ist PARITYERP auf dem eServer jetzt aber auch zu einer noch bedeutenderen Migrations-Alternative für ältere AS/400-Lösungen geworden, denn Sie können ihre Plattform behalten.
Dieser Markt ist schon längere Zeit hart umkämpft. Zu denken ist auch an Anwender von Lösungen, deren Anbieter im Zuge der Konzentration der ERP-Markts auf der Srecke geblieben sind.
Diesen Unternehmen stehen grundsätzlich zwei Wege offen: auf ein vergleichbares System wie ihres zu wechseln, desen technologische Unzulänglichkeiten allenfalls übertüncht werden. Oder in zukunftsträchtige, sichere, weil ausgereifte und von der technologischen Basis unabhängige Applikationen zu investieren. Wir ermöglichen genau diesen Schritt hin zu einer modernen Software-Generation.
Die Unabhängigkeit von der technologischen Basis klingt irgendwie nach Utopie...
Das ist sie in der Tat, wenn Sie sich sogar bei zum Teil recht namhaften Systemen umschauen. Mir drängt sich der Verdacht auf, dass so manches Softwarehaus seine Kunden ganz bewusst in technologische Sackgassen geraten lässt, um ihnen später dann gegen teures Geld großzügig wieder aus der Patsche zu helfen. Solche Aspekte sollten die Entscheider besser genauer unter die Lupe nehmen, statt sich von Hochglanzprospekten und Marketing-getriebenen Aussagen blenden zu lassen.
Was macht vor diesem Hintergrung den Unterschied zu PARITY SOFTWARE aus?
Zunächst trennen wir Systemtechnik ganz konsequent von den Applikationen, wodurch ein Wechsel der Plattform jederzeit möglich ist und das Customizing erhalten bleibt. Die nativen Architekturen für Linux, Microsoft Windows und jetzt auch IBM i5/Linux werden den Kunden jeweils als eigene Binaries ausgeliefert, und beim Wechsel entstehen über die Lizenzkosten für das Betriebssystem hinaus keine weiteren Kosten. Somit hat der Anwender immer und jederzeit die freie und kostengünstige Wahl, auf welcher Plattform er PARITYERP installiert oder wohin er gegebenenfalls wechselt....
→ Das gesamte Interview als PDF
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